

| Habichtskauz |
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Die Wiederansiedlung des Habichtskauz Strix uralensis in ÖsterreichKooperation der OZO mit dem Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie Der Habichtskauz (Strix uralensis) ist nach dem Uhu die zweitgrößte Eule Mitteleuropas und ähnelt im Aussehen dem kleineren Waldkauz. Auffälliges Artmerkmal ist ein „unerschrockener“ Charakter und damit verbunden sehr geringe Fluchtdistanz im Freiland. Diese Eigenschaft begünstigte früher die Verfolgung durch den Menschen und dürfte zum Verschwinden der Art beigetragen haben. Außerdem führten forstliche Intensivierung und damit verbunden Habitatverlust zum Aussterben in Österreich. Aus Sicht des Natur- und Artenschutzes ist die aktuelle Situation bedauerlich, denn die alpinen, österreichischen Vorkommen stellten eine essentielle Verbindung zwischen den Populationen im Süden (Slowenien/Italien) und dem Norden (Deutschland/Tschechische Republik) dar. Heute ist diese Brücke unterbrochen; zur Absicherung von Genfluss in der europäischen Metapopulation wäre das alpine Vorkommen wichtig.
In den letzten Jahrzehnten verbesserten sich die Lebensbedingungen für den Habichtskauz – der Jagddruck sank und wertvolle Waldlebensräume stehen heute unter Schutz oder werden nachhaltig bewirtschaftet. Aus diesem Grund hat man sich entschieden, ein Wiederansiedlungsprojekt zu starten. Der erste Schritt ist der Aufbau eines Zuchtnetzwerks. Momentan gibt es in Österreichs Zoos (inkl. privater Zuchtstationen) 17 Brutpaare. Zur Erweiterung der genetischen Basis ist die Einkreuzung neuer Blutlinien vordringlichstes Ziel. In Osteuropa werden Findlinge aus der Wildbahn immer wieder in Zoos abgegeben. Die OZO hat in dieser Angelegenheit eine Vermittlerrolle übernommen.Das Echo ist groß - mehrere Zoos haben ihre Unterstützung zugesagt. In den kommenden Wochen werden die ersten Wildvögel aus Slowenien und aus den Karpaten nach Österreich gebracht. Weitere Informationen und Neuigkeiten unter: www.habichtskauz.at |