1.2.2010

Happy Biodiversity
Year! Vielfalt statt Einfalt
Biodiversität ist die Vielfalt des Lebens. Es
geht um die
- Vielfalt der Ökosysteme (Lebensräume wie Wasser, Wald,
Alpiner Raum)
- Vielfalt der Arten (Tiere, Pflanzen, Pilze, Mikroorganismen)
- Vielfalt der Gene (Rassen oder Sorten von wildlebenden und
genutzten Arten)
- Vielfalt der Wechselbeziehungen innerhalb und zwischen diesen Ebenen.
2010 wurde von der UN
zum „Internationalen Jahr der Biodiversität" gekürt, zugegeben ein etwas
sperriger Begriff, hinter dem sich viel verbirgt - vor allem Vielfalt. Vielfalt
an Arten, Vielfalt an Lebensräumen und Vielfalt an Genen.
Mindestens 17 000 Arten sind
vom Aussterben bedroht
Wie viele Tier- und Pflanzenarten es auf der Erde gibt, das
weiß niemand so genau. Bekannt sind etwa 1,6 Millionen, nur knapp über 44 000
sind in den Roten Listen erfasst. Seit 1948, als diese eingeführt wurde, sind
bereits 869 Arten in freier Wildbahn ausgestorben. Fast 30% der Amphibien und
20% der Säugetiere stehen kurz vor dem Verschwinden.
Die österreichischen Tiergärten unterstützen und beteiligen
sich seit vielen Jahren an Freilandprojekten zum Erhalt bedrohter Tierarten im
In- und Ausland
Kleinlebensräume weichen
einheitlicher Landschaft
Moore, Sümpfe, Nasswiesen, Blockhalden, Lösswände, Heiden,
Trockenrasen, Mischwälder, offene Felsbildungen, alpine Rasen, Steilküsten,
Salzwiesen, Auwälder, und, und, und verschwinden zusehends und werden von
einheitlichen Kulturlandschaften ersetzt. Unterschiedliche Bedingungen -
Futter, Mikroklima, oder Deckung - können von einförmigen Lebensräumen nicht in
dieser Form erfüllt werden und führen auch zur Vereinheitlichung der
vorkommenden Arten.
Kleine Abweichungen in der
Erbsubstanz unterscheiden Artgenossen
Nur eineiige Zwillinge haben die gleiche Erbsubstanz. Das
ist bei allen Tier- und Pflanzenarten so. Diese kleinen Unterschiede sind es,
die eine Anpassung einer Art an veränderte Umweltbedingungen, wie etwa eine
Klimaerwärmung, ermöglichen. Und je größer die genetische Vielfalt, desto
einfacher das Überleben einer Art unter erschwerten Bedingungen.
Der österreichischen Tiergärten beteiligt sich an zahlreichen
nationalen und internationalen Erhaltungszuchtprogrammen bedrohter Arten. Eine besondere
Aufmerksamkeit finden auch seltene heimischen Nutztierrassen. Früher gängige
alpine Rinder-, Schaf-, Ziegen oder Schweinerassen sind zugunsten von Hochleistungsrassen
fast verschwunden. Auch sie werden nachgezüchtet.
Biodiversität ist die
Grundlage unseres Lebens, wir sind Teil von ihr.
„Das Internationale Jahr der Biodiversität" soll nicht nur
diese Vielfalt feiern, sondern auch jeden Einzelnen dazu aufrufen, seinen
Beitrag zu leisten. Das ist nicht immer kompliziert und kostenintensiv, sondern
in vielen Dingen ganz einfach! Wie es geht, erfahren Sie bei den
Artenschutztagen 2010 in den österreichischen Tiergärten. |